Gehe zum Navigationsbereich Gehe zum Inhalt Gehe zum Servicebereich
Schriftzug Gemeinde Rot an der Rot
Suche

Startseite Übersicht Impressum
Aktuelles Die Gemeinde Rathaus/Bürgerservice Tourismus Festhalle Rot an der Rot Wirtschaft Veranstaltungen Einrichtungen
Deutsch
  • Aktuelles
  • Die Gemeinde
  • Rathaus/Bürgerservice
  • Tourismus
  • Festhalle Rot an der Rot
  • Wirtschaft
  • Veranstaltungen
  • Einrichtungen
Startseite > Aktuelles
zurück zur Übersicht

24.01.2012 Jahresbericht 2011 - Ausblick auf das Jahr 2012


...Rückblick von Herrn Bürgermeister Balle auf das Jahr 2011 und Ausblick auf das Jahr 2012

Jahresbericht 2011
von Bürgermeister Balle aus der Gemeinderatsitzung vom 16. Januar 2012
 
Wie in all den Jahren zuvor, wollen wir in der ersten Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr nochmals auf das vergangene Jahr 2011 zurückblicken. Dies ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden. Anhand dieses Rückblicks kann auch nachvollziehbar die Entwicklung der Gemeinde beobachtet werden.
 
Der Jahresbericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit in Hinblick auf getätigte Bauvorhaben der Gemeinde oder gar gesellschaftliche Ereignisse, Vereinstätigkeiten oder ähnliches. Der Jahresbericht kann jedoch ein Leitfaden sein, auch in der Skizzierung von beabsichtigten Vorhaben im neuen Jahr, also 2012.
 
Was bleibt uns in der Erinnerung an das Jahr 2011? Was hat sich in unserer Gemeinde getan? Was außerhalb, in Deutschland, Europa, der Welt? Die Atemlosigkeit der Zeit nimmt uns in Beschlag, sodass es gar nicht so ganz einfach ist, sich an all das zu erinnern was sich 2011 ereignet hat. War das Jahr 2011 nun ein gewinnbringendes, erfreuliches Jahr? Von positiven Eindrücken geprägt oder eher mit negativen Vorzeichen? Sicher schwierig zu beurteilen, je nach Sicht der Dinge, persönlicher Empfindung und Einschätzung. Auf jeden Fall auch wieder ein turbulentes Jahr, ein Jahr der großen Unruhen, ein Jahr geprägt von Umbrüchen.
 
Einige Stichworte:
-          Proteste gegen die Regierungen in Tunesien bis Ägypten. Letztlich Bürgerkriege, Regierungsstürze. Ist Nordafrika auf dem Weg in die Demokratie?
-          In Syrien trotz aller Proteste des Volkes noch alles beim Alten.
-          In Russland Proteste wegen gefälschter Parlamentswahlen.
-          Nach wie vor Terroranschläge im Irak und Afghanistan.
-          Rechtsextremismus in Deutschland trotz Beobachtung durch Sicherheitsdienste.
-          Unsichere Datenbanken, Diebstahl von Kundendaten, durch Hacker einer Online-Aktivisten-Gruppe beim US Sicherheitsunternehmen „Stratfore“, Entwendung von einer Million US-Dollar und Weitergabe als Weihnachtsspende.
-          Finanz-, Euro- und Schuldenkrise. 2,2 Billionen-Verschuldung bei Bund, Land und Gemeinden im dritten Quartal 2011, davon allein beim Bund 1,28 Billionen, 610 Milliarden bei den Ländern und 128 Milliarden bei Kommunen. Die eintägigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank sind am 28.12.2011 auf 452 Milliarden Euro geklettert. Dieses Verhalten ist ein Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. Rund 500 Milliarden Euro haben sich die Europäischen Banken von der EZB für drei Jahre ausgeliehen.
-          Starker Anstieg der Diesel- und Heizölpreise.
-          Schweinegrippe und aggressive Darmkeime EHEC treten auf, lange Zeit unklar woher der Erreger kommt.
-          Im März zerstört ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami einen großen Küstenstreifen Japans. Die Naturkatastrophe kostet rund 16.000 Menschen das Leben. Das Atomkraftwerk Fukushima gerät außer Kontrolle. Japan hält an der Atomkraft fest. Deutschland steigt im Eiltempo aus der Atomenergie aus. Die Energiewende wird eingeleitet.
-          Die Landtagswahl am 27.03.2011 bringt eine neue Regierung für Baden-Württemberg. Erstmals bilden Grüne und die SPD eine Regierungskoalition. Winfried Kretschmann von den Grünen wird am 12.05.2011 zum Ministerpräsidenten gewählt. Der Koalitionsvertrag wird überschrieben mit „Der Wechsel beginnt“.
-          Im September besucht Papst Benedikt Deutschland.
-          Zu Stuttgart 21 findet eine Volksabstimmung statt. Ministerpräsident Kretschmann zum Ergebnis: „An Wunder kann man glauben, aber man kann sie natürlich nicht bestellen“.
-          Verteidigungsminister zu Guttenberg muss gehen.
-          Die FDP verliert mehr und mehr Ansehen und Mitglieder. „Wer die rote Laterne trägt, stolpert leichter als wer ihr folgt“ (Dichter Jean Paul).
-          Der Bundespräsident gerät wegen eines privaten Kredits und in der Folge wegen mangelnder Glaubwürdigkeit in die Kritik.
-          Der Kreistag Biberach beschließt das sogenannte Drei-Standort-Modell-Kreiskliniken. In Biberach soll ein Neubau errichtet werden. Das Kreiskrankenhaus Ochsenhausen wird zum Jahresende geschlossen. Ob das Modell tragfähig bleibt muss bezweifelt werden (persönliche Anmerkung).
-          Im Dezember erhält das Bücherei-Team Rot den Ehrenamtspreis des Landkreises Biberach.
 
Ein ereignisreiches Jahr 2011 mit Veränderungen, die ein Jahr zuvor so nicht vorstellbar waren. Von großer Bedeutung und Tragweite sicherlich der Beschluss zum Atomausstieg und Einstieg in die erneuerbaren Energien mit entsprechender „Begleitmusik“, einschließlich höheren finanziellen Aufwendungen für den Energieverbrauch.
 
In finanzieller Hinsicht wird uns die Sorge um die Euro- und Schuldenkrise weiter beschäftigen.
 
Viele erfreuliche Entwicklungen treten oftmals in den Hintergrund bzw. werden als selbstverständlich hingenommen, wie zum Beispiel die niedrigste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren, in unserer Raumschaft nahezu Vollbeschäftigung. Damit einhergehend Wohlstand für ein hohen Prozentsatz unserer Bevölkerung. Hervorragende Bedingungen im Bildungsbereich einschließlich beruflicher Ausbildung.
 
Wie ist das Jahr 2011 in unserer Gemeinde zu bewerten?
 
Im Jahresbericht 2010 wurde zum Ausblick 2011 lediglich vermerkt, dass keine größeren Maßnahmen in Angriff zu nehmen sind. Vielmehr ist 2011 als Konsolidierungsphase nach dem schwierigen Jahr 2010 zu betrachten. 2010 mit einem großen Investitionsprogramm, bescheidener Zuführungsrate, Darlehensaufnahmen, Abschmelzung von Rücklagen, dies zur Erinnerung.
 
2011 war jedoch nicht nur ein Jahr der Konsolidierung, der Restabwicklung und Restfinanzierung von durchgeführten Maßnahmen, sondern auch ein Jahr der Investitionen, bei einem Aufwand von rund 2 Millionen Euro. Schwerpunkt war der Straßenbau „Im Hebsack“ mit Kanalerneuerung, Neubau Wasserleitung und Nahwärme. Darüber hinaus die Baugebietserschließung Eberhardshöhe 3 in Haslach und Fortsetzung der Neugestaltungsmaßnahmen im Freibereich im Rahmen der Ortskernsanierung. Darüber hinaus viele kleinere Maßnahmen, die im Einzelnen nicht dargestellt werden.
 
Trotz veränderter finanzieller Rahmenbedingungen konnten die vorgesehenen Maßnahmen weitgehend durchgeführt und abgewickelt werden. Die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt hat sich gegenüber 2010 sehr verbessert und entspricht wieder dem Wert entsprechend dem Rechnungsergebnis 2009. Die vorgesehene Darlehensaufnahme von rund einer halben Million Euro musste nicht in Anspruch genommen werden.
 
In der Gesamtschau darf sicherlich festgehalten werden, dass auch das Jahr 2011 als gutes Jahr bezeichnet werden darf. Diese Aussage gilt auch vor dem Hintergrund der vom Gemeinderat beschlossenen Gebührenerhöhungen im Bereich Friedhof, Wasser und Abwasser, entsprechend der Gebührenkalkulationen aber auch im Hinblick auf die Verbesserungen im Kindergartenbereich mit verlängerten Öffnungszeiten und dem Angebot von Mittagessen. Die Gebührenerhöhungen bringen eine verbesserte Finanzausstattung mit sich, mit ausgeglichenen Gebührenhaushalten.
 
So können wir mit dem Jahr 2011 durchaus zufrieden sein, dürfen dankbar für die geleistete Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, gleiches gilt für die Mitglieder der Ortschaftsräte Haslach und Ellwangen, sowie für den Gemeinderat.
 
Nachfolgend eine kurze Zusammenstellung bzw. Übersicht nennenswerter Ereignisse oder struktureller Veränderungen entsprechend der Tradition der Vorjahre:
 
1. Gemeinderat/Verwaltung
 
Im abgelaufenen Jahr hat sich der Gemeinderat 16-mal zu Gemeinderatsitzungen getroffen, darunter eine gemeinsame Sitzung mit dem Kirchengemeinderat Sankt Verena. Außerdem fand eine Sitzung des technischen Ausschusses statt, sowie eine zweitägige Klausur im Kloster Roggenburg.
 
Der Ortschaftsrat Haslach traf sich 6-mal. In Ellwangen fanden vier Sitzungen des Ortschaftsrates statt. In Haslach ist ein Wechsel des Ortsvorstehers zu Vermelden. Der bisherige Ortsvorsteher Peter Rude hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Der Gemeinderat hat Herrn Georg Klingler zum neuen Ortsvorsteher bestellt.
 
Personelle Veränderungen gab es im Bereich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaum. Bereits zum 30.09.2011 ist Frau Schmitt in Mutterschutz gegangen. Die langjährige Mitarbeiterin in der Verwaltung Frau van der Schoot wird zum 16.01.2012 in Mutterschutz gehen. Frau Sina Amann hat ihren Dienst zum 05.12.2011 begonnen.
 
2. Feuerwehren
 
Wie in den Vorjahren war auch das Feuerwehrwesen der Gemeinde im Jahr 2011 bestens organisiert. Erfreulicherweise wurden die vier Wehren lediglich zu kleineren Einsätzen gerufen. Die Gemeinde wurde von größeren Unglücken bzw. Bränden verschont.
 
Der Ausbildungsstand ist gut.
 
Entsprechend dem Feuerwehrbedarfsplan wurde die Ausschreibung für die Neubeschaffung eines Einsatzfahrzeuges für die freiwillige Feuerwehr Spindelwag erarbeitet. Der Bewilligungsbescheid für ein TSF-W ist 2011 eingegangen, sodass 2012 ein Vergabebeschluss herbeigeführt werden kann.
 
Der bisherige Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ellwangen wurde vom Gemeinderat neu bestellt. Der langjährige Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rot Herr Karl Widler hat sich bei der letzten Wahl nicht mehr zu Verfügung gestellt. Neuer Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rot ist seit 2011 Herr Ralf Schmidberger.
 
3. Schulwesen
 
Die Grund- und Hauptschule in Rot ist sehr gut ausgestattet. Mit verschiedenen Firmen wurden Bildungspartnerschaften unterzeichnet.
 
Die neue Regierung strebt Gemeinschaftsschulen an. In wie weit sich die nunmehr gesetzlich verankerten Veränderungen auswirken werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.
 
Entsprechend der Aussage des Schulamtes kann unsere Schule auch als Werkrealschule betrachtet werden.
 
Die gemeinsame Grundschule Ellwangen-Dietmanns mit einem gemeinsamen Schulleiter hat sich bewährt.
 
In Haslach gab es keine Veränderungen.
 
Große Unterhaltungsmaßnahmen an den Schulgebäuden der Gemeinde waren nicht notwendig.
 
4. Büchereiwesen
 
Im Jahresbericht der Roter Bücherei heißt es, dass die Anzahl der eingetragenen Leser bei etwa 3.000 Personen liegt. Rund 9.000 Medien können ausgeliehen werden. Die Ausleihezahlen lagen im Vorjahr bei etwa 36.500 Medien, im Schnitt an jedem Öffnungstag rund 155 Medien. Eine weitere Steigerung gegenüber dem Vorjahr (143). Die Bücherei wird von 27 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen. Durch eine Zähleinrichtung kann nun festgestellt werden wie viele Menschen im Laufe eines Jahres in die Bücherei kommen, nämlich über 22.500 Leserinnen und Leser.
 
Im Dezember erhielt die Bücherei Sankt Verena den Ehrenamtspreis des Landkreises Biberach. Insbesondere wird das ehrenamtliche Engagement im Sinne der Leseförderung bzw. Lesekultur anerkannt, der Ehrenamtspreis ist sicherlich eine besondere Auszeichnung.
 
Darüber hinaus konnte die Bücherei Jubiläum feiern. Seit 25 Jahren ist die Bücherei in der Ökonomieanlage beheimatet. Die Gemeinde stellt die Räumlichkeit unentgeltlich zur Verfügung. Darüber hinaus trägt die Gemeinde weitgehend sämtliche Nebenkosten.
 
Mit der Bücherei steht ein attraktiver kultureller Treffpunkt in der Gemeinde zur Verfügung. Mit einer überdurchschnittlichen Zahl von Medien.
 
5. Dorffest/Vereine/Kulturarbeit
 
Hervorzuheben ist das alljährliche Roter Dorffest, das sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und 2011 wiederum einen Besucherrekord zu verzeichnen hatte.
 
Die Vereinsarbeit der zahlreichen Vereine ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. Viele Jugendliche können in den örtlichen Vereinen aufgefangen werden. Diese Arbeit ist sehr hoch einzuschätzen.
 
Die örtlichen Vereine sind weitgehend in Räumlichkeiten der Gemeinde untergebracht und werden somit sehr gut unterstützt.
 
Neben der Vereinsarbeit leistet das Kulturforum gute Arbeit indem Veranstaltungen durchgeführt werden, die über das übliche Maß der Vereine hinaus gehen.
 
Der Trachtenverein Rot konnte 60-jähriges Jubiläum mit einer Festveranstaltung in der Festhalle feiern. Der Liederkranz und der Kirchenchor konnten beide ihren 175. Geburtstag feiern.
 
6. Kindergartenwesen
 
In allen Kindergarteneinrichtungen der Gemeinde stehen ausreichend Plätze zur Verfügung. Die Öffnungszeiten sind gegenüber den Vorjahren erweitert bzw. verlängert worden, daneben wird mittlerweile auch Mittagessen bei Bedarf gekocht und ausgegeben.
 
Das Personal der gemeindeeigenen Kindergärten in Haslach und Ellwangen hat sich etwas verändert. Die bisherige Leiterin des Kindergartens Ellwangen Frau Hander ist zum 30.09. ausgeschieden. Frau Reisacher führt seit 01.09.2011 die Tätigkeit der Leiterin.
 
Bedingt durch verlängerte Öffnungszeiten sind sowohl im Kindergarten Haslach, als auch im Kindergarten Ellwangen jeweils eine weitere Erzieherin eingestellt worden.
 
Auch in den Kindergärten Sankt Josef und Arche Noah der Kirchengemeinde wurden die Öffnungszeiten verlängert. Die Ganztagesbetreuung ist mittlerweile möglich, Mittagessen wird ausgegeben.
 
Die Veränderungen sind im Kindergartenbedarfsplan niedergeschrieben. Die Umsetzung der Bedarfsplanung ist reibungslos erfolgt.
 
Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern den Neubau eines Kindergartens mit Kinderkrippe. Insbesondere in der Klausurtagung des Gemeinderates wurde sehr ausgiebig über Bauträgerschaft, Betriebsträgerschaft und Standort eines neuen Kindergartens diskutiert. Diese Überlegungen haben den Gemeinderat in mehreren Sitzungen über die Klausurarbeit hinaus beschäftigt. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres 2012 eine Regelung gefunden werden kann, die sowohl von der bürgerlichen Gemeinde als auch von der Kirchengemeinde in Gemeinsamkeit getragen wird.
 
7. Sporthallen/Sportplätze
 
Die Sporttreibenden in der Gemeinde haben ausreichend Möglichkeiten. Dies gilt sowohl für Rot, Haslach und Ellwangen.
 
Die sanierte Mehrzweckhalle in Ellwangen ist für die Sporttreibenden sicherlich ein großer Gewinn. Die Restarbeiten wurden 2011 abgewickelt, gleichfalls wurde eine Gestaltung der Außenanlagen vorgenommen.
 
Die zu sanierende Mehrzweckhalle Haslach steht nun an und ist in die mittelfristige Finanzplanung aufzunehmen.
 
8. Bau- und Wohnungswesen
 
In Rot an der Rot und in Haslach können in den dortigen Baugebieten Bauplätze zugeteilt werden. Die Bauplatznachfrage war 2011 sehr gut.
In Ellwangen wird es erforderlich ein weiteres Baugelände auszuweisen. Dies wird sicherlich möglich werden nach erfolgter Fortschreibung des Flächennutzungsplans.
 
Insgesamt kann gesagt werden, dass jederzeit Bauplätze an Bauwillige zugeteilt werden können. Nach wie vor gilt es an der vorausschauenden Politik festzuhalten.
 
Gewerbeflächen im Gewerbegebiet Zell stehen nicht mehr zur Verfügung. Im Gewerbegebiet in Haslach wurden mittlerweile gleichfalls alle Plätze veräußert.
 
9. Straßen/Wege/Brücken
 
Die Ortsstraße „Im Hebsack“ wurde vollumfänglich erneuert. Dies auch in einem Teilbereich der „Turmstraße“. Die eingeplanten Mittel für den Ausbau der Verbindung in der Bleiche bis zur Siedlung wurden noch nicht beansprucht. Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet.
 
Die Straßenunterhaltungsarbeiten wurden wie in den Vorjahren durchgeführt. Der Winterdienst war sehr umfangreich. Zum Ende des Winters war 2010/2011 Salzknappheit festzustellen.
 
10. Abwasserbeseitigung
Mit der Straßenausbaumaßnahme „Im Hebsack“ wurde ein neuer Ortskanal mitverlegt.
 
Die Phosphatfällung bei der Kläranlage arbeitet reibungslos.
 
Die Klärschlammentsorgung (Verbrennung) erfolgt künftig beim Zweckverband Neu-Ulm – Steinhäule. Ein entsprechender Vertrag wurde unterzeichnet.
 
11. Friedhof Rot
 
In Rot ist die bürgerliche Gemeinde Träger des Friedhofs.
 
Die Urnenstelen im südlichen Teil des Friedhofes sind weitgehend belegt. Im Herbst wurde eine neue Urnenstelenanlage errichtet.
 
Die Gebührenkalkulation zur Anpassung der Friedhofsgebühren war Grundlage für eine Änderung der Friedhofssatzung. Die neu festgelegten Gebühren werden nicht auskömmlich sein.
 
12. Flurbereinigung
 
Die Flurbereinigungen in Haslach sind abgeschlossen.
 
Das Flurneuordnungsamt beabsichtigt eine Neuordnung im Bereich Ellwangen – Wirrenweiler. In diesem Zug wird auch ein neuer Wirtschaftsweg angelegt. Die Vorarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Es ist davon auszugehen, dass das Land entsprechende Mittel zur Verwirklichung bereitstellen wird.
 
13. Bauhof
 
Bereits im Vorjahr wurde darauf hingewiesen, dass der LKW nicht mehr zu lange im Einsatz sein kann. 2012 ist eine Neubeschaffung vorzunehmen.
 
Ansonsten sind die Gerätschaften des Bauhofes in Ordnung.
 
14. Festhalle/Dorfgemeinschaftshaus
 
Die neue Festhalle in Rot erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Festhalle wird als Betrieb gewerblicher Art geführt. Die Benutzungsentgelte 2011 waren auf dem Niveau von 2010, also bei rund 20.000 €.
 
In Ellwangen konnte die Mehrzweckhalle in Betrieb genommen werden. Mittlerweile werden auch dort sehr gerne Veranstaltungen durchgeführt. Das entsprechende Ambiente spricht für sich.
 
Daneben finden wie in den Vorjahren auch Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus in Haslach statt.
 
15. Neugestaltungen im Rahmen des Landessanierungsprogramms „Ortskern Rot II“
 
Erfreulicherweise fließen die Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm für die Maßnahme Ortskern II. Verschiedene Bauabschnitte sind abgeschlossen. 2011 konnte die Parkierungs- und Grünanlage im südlichen Bereich des Lindenplatzes fertig gestellt werden.
 
Der erste Abschnitt des übrigen Bereiches im Hinblick auf die Umgestaltung des Lindenplatzes ist erfolgt. Dies bedeutet, dass die Grünanlage einschließlich der Terrassierung und Beleuchtung abgeschlossen ist. Die Finanzierung der restlichen Maßnahme ist gesichert. Die Arbeiten sind bereits vergeben und werden im Frühjahr 2012 ausgeführt.
 
16. Wasserversorgung
 
Derzeit wird die Ausweisung eines Schutzgebietes für die Wasserfassung Rot an der Rot Spindelwag vorbereitet. Mit den entsprechenden Aussagen des Geologischen Landesamtes ist in kürze zu rechnen.
 
Die Digitalisierung des Versorgungsnetzes ist weitgehend abschlossen.
 
Die Neuerteilung der wasserrechtlichen Genehmigung liegt vor.
 
Im Dezember wurde aufgrund der Gebührenkalkulation der Wasserpreis auf 98 Cent pro qm² Wasser angehoben. Damit ist gewährleistet, dass der Wasserhaushalt ausgeglichen gestaltet werden kann und darüber hinaus die ersten künftigen Neubaumaßnahmen über Abschreibung finanziert werden können.
 
 
17. Nahwärmeversorgung
 
Das Nahwärmenetz der Gemeinde wird Zug um Zug erweitert. Die Anfangsprobleme sind behoben. 2011 wurde im Bereich der Straße „Im Hebsack“ eine Versorgungsleitung eingelegt auch in der angrenzenden HAP-Grieshaber-Straße wurden mittlerweile Leitungen verlegt.
 
18. Finanzsituation
 
Das Haushaltsvolumen in 2011 betrug laut Haushaltsplan rund 10,2 Millionen Euro zuzüglich rund 800.000 Euro im Wirtschaftsplan Wasserversorgung, also insgesamt rund 11 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr rund 1 Million weniger.
 
Zum Haushaltsausgleich waren Darlehen in Höhe von 572.000 Euro vorgesehen, die jedoch nicht in Anspruch genommen werden mussten. Mit rund einer halben Million Verpflichtungsermächtigungen wird das Haushaltsjahr 2012 vorbelastet. Der Schuldenstand beläuft sich zum Jahresende 2011 auf rund 3,6 Millionen Euro, wobei rund 1 Million Euro der Nahwärmeversorgung geschuldet ist.
 
Bei der Wasserversorgung ist ein Schuldenstand von 460.000 Euro festzuhalten, wobei darin ein Gemeindedarlehen in Höhe von 128.000 Euro zu berücksichtigen ist, sodass die Fremdverschuldung bei lediglich 332.000 Euro liegt. Das vorgesehen Darlehen 2011 in Höhe von rund 400.000 Euro wurde nicht beansprucht.
 
19. Zusammenfassung
 
Die beabsichtigten Maßnahmen des Jahres 2011 konnten weitgehend in Angriff genommen bzw. zum Abschluss gebracht werden.
 
Die Wegverbindung von der Ortsstraße „ In der Bleiche“ bis zur Siedlung wurde „geschoben. Die Vergabe ist erfolgt. Die Ausführung erfolgt in der ersten Jahreshälfte 2012.
 
Die Konzeption „Innerörtliche Hinweistafel“ steht noch aus. Die Planmittel werden übertragen.
 
Das Absetzbecken Fuchsweiher kann 2012 realisiert werden, nachdem nun die wasserrechtliche Genehmigung erteilt wurde und der beantragte Zuschuss zur Verfügung steht.
 
Die Maßnahmen in Haslach „Einmündung Rappenbach in Ortsdurchfahrt“ und „Einmündung Pfänders“ sind finanziert und vergeben.
 
Bis auf „kleinere Maßnahmen“ sind also alle Maßnahmen realisiert. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht bzw. verwirklicht, wie zum Beispiel die Verbesserung des Straßenbeleuchtungsnetzes oder die Sanierung des Flachdachs am Kindergarten Ellwangen mit einem Aufwand von rund 35.000 Euro.
 
Schon im Jahresbericht 2010 wurde darauf verwiesen, dass sich die Finanzsituation der Gemeinde aufgrund der Haushaltssystematik verbessern wird. Die Zuführungsrate des Haushalts 2010 belief sich noch auf 300.000 Euro, mittlerweile liegt die Zuführungsrate nach den Berechnungen des Haushaltsplans 2011 bei rund 900.000 Euro. Durch die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich eine nachhaltige Erholung eingestellt, allerdings ist diese Erholung noch nicht so verlaufen, als dass wieder die Zahlen des Jahres 2008 erreicht wären. Die Steuerkraftsumme der Gemeinde ist im Jahr 2011 um rund 1 Million Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Eine kräftige Erholung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
 
Allerdings ist zum heutigen Zeitpunkt auch festzuhalten, dass sich im Jahre 2011 die Infrastruktur unserer Gemeinde weiter verbessert hat bzw. ein guter Stand gehalten werden konnte. Dies ist durchaus beachtlich. Alle Einrichtungen der Infrastruktur sind stimmig. Allein die Erhaltung dieser Einrichtungen wird Anstrengungen kosten.
 
20. Statistische Daten der Verwaltung
 
In der Gesamtgemeinde Rot an der Rot sind im Jahr 2011 nachfolgende Zu- und Wegzüge, Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle zu verzeichnen. Zum Vergleich die Zahlen der Vorjahre 2008 bis 2010 dargestellt.
 
Bereich Rot an der Rot und Spindelwag
 
                                               2011    2010    2009    2008
 
Zuzüge                                   105     132      83       77
örtl. Umzüge                             71        44      70       40
Wegzüge                                  98     100      87       88
Geburten                                   18        25      25       22
Eheschließungen                      19        12      10       15
Sterbefälle                                 22        21      15       18
 
Bereich Ellwangen
 
                                               2011    2010    2009    2008
 
Zuzüge                                      18        36      37       31
örtl. Umzüge                               9        21      21       21
Wegzüge                                  30        42      43       36
Geburten                                   11        13         8       11
Eheschließungen                        8          2         2          4
Sterbefälle                                   7          3         7          9
 
Bereich Haslach
 
                                               2011    2010    2009    2008
 
Zuzüge                                      24        37      43       60
örtl. Umzüge                             10        35      19       23
Wegzüge                                  36        17      24       59
Geburten                                   10          7      15         8
Eheschließungen                        3          4         6          4
Sterbefälle                                 12          3         7         11
 
 
Die Zahlen des Standesamtes bzw. Einwohnermeldeamtes zeigen, dass 2011in Rot und Haslach mehr Sterbefälle als Geburten zu verzeichnen sind, während Ellwangen ein Geburtenüberschuss zu vermerken ist.
 
Im Vergleich zu den Vorjahren gab es in Rot geringe Wanderungsgewinne, während in Ellwangen und Haslach mehr Wegzüge als Zuzüge zu vermelden sind.
 
Ausblick auf das Jahr 2012
 
Mit nachfolgendem Absatz soll die Aufgabenstellung 2012 skizziert werden. Ob letztlich alle Maßnahmen zur Ausführung kommen können hängt zum einen von der Finanzierung ab aber letztendlich von den entsprechenden Beschlüssen des Gemeinderates.
 
Im Vorjahr sollte die Wegverbindung von Ortsstraße „In der Bleiche“ zur Siedlung realisiert werden. Diese Maßnahme wird in das Jahr 2012 verschoben. In diesem Jahr sollte diese Verbindung geschaffen werden.
 
Die Ersatzbeschaffung des Feuerwehrfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Spindelwag war in der Vorausschau 2011 zur Beschaffung vorgesehen. Der Bewilligungsbescheid ging im Herbst 2011 bei der Gemeinde ein. Die Ausschreibung ist mittlerweile erfolgt, sodass die Ersatzbeschaffung tatsächlich in 2012 nunmehr möglich ist.
 
Auch das Projekt „Absetzbecken Fuchsweiher“ war für 2011 vorgesehen. Die wasserrechtliche Genehmigung hat sich etwas hingezogen und auch die Zuschussbewilligung. Beides ist jedoch mittlerweile erfolgt, sodass das Absetzbecken 2012 gebaut werden kann.
 
Fortzusetzen bzw. fertig zu stellen ist die Neugestaltung des Lindenplatzes, die entsprechende Vergabe ist bereits erfolgt, sodass im Frühjahr mit der Maßnahme begonnen werden kann.
 
Auch das Nahwärmenetz ist weiter auszubauen. Dies wird bedeuten, dass im Jahr 2012 der Anschluss von der Übergabestation Schilling zum Schulzentrum mit Sporthalle, Festhalle usw. realisierbar ist. Die entsprechenden vorbereitenden Maßnahmen werden derzeit durchgeführt.
 
Die Arbeiten zur weiteren Erschließung des Baugebiets Hebsack IV sind bereits vergeben. Die entsprechenden Arbeiten werden ab dem Frühjahr 2012 ausgeführt.
 
Im Baugebiet Eberhardshöhe III in Haslach sind 2011 verschiedene Bauplätze zugeteilt worden. Dies bedeutet, dass eine weitere Erschließung dieses Baugebietes ansteht. Die Ausschreibungsunterlagen werden derzeit erarbeitet. Darüber hinaus sind die restlichen Erschließungsmaßnahmen Martinshöhe und Eberhardshöhe II durchzuführen.
 
In Ellwangen ist dringend Grunderwerb zu tätigen, um ein neues Baugebiet auszuweisen.
 
Der Bauhof benötigt einen neuen LKW, damit auch in Zukunft den notwendigen Arbeiten nachgekommen werden wird.
 
Letztlich sind Restfinanzierungen von Maßnahmen des Jahres 2011 durchzuführen.
 
Bezüglich von schnellen Internetverbindungen bzw. des Aufbaus eines entsprechenden Breitbandnetzes ist ein Markterkundungsverfahren durchzuführen, sodass relativ bald Klarheit herrscht, in wie weit sich die Gemeinde finanziell an einem entsprechenden Netzaufbau zu beteiligen hat.
 
Bereits im Vorjahr wurde die Planung für die Sanierung der Mehrzweckhalle Haslach angesprochen. 2012 sollte nunmehr in der Tat die Planung aufgenommen werden, damit zu gegebener Zeit eine Realisierung dieser Maßnahme erfolgen kann, wobei diese Maßnahme sicherlich auch in Abhängigkeit zu entsprechenden Zuschüssen zu sehen ist.
 
Bereits 2011 hat sich der Gemeinderat mehrfach mit dem Neubau eines Kinderhauses (Kindergarten mit Kinderkrippe) beschäftigt. Die entsprechenden Überlegungen sollten nunmehr intensiviert werden, sodass es baldmöglichst zu einer Realisierung dieser Maßnahme kommen kann.
 
Wenn auch nur mit wenigen Zeilen die Maßnahmen bzw. Aufgaben des Jahres 2012 skizziert werden, ist doch bereits jetzt schon abzusehen, dass uns wiederum einiges abverlangt wird. Verwaltung und Gemeinderat wird die Arbeit nicht ausgehen. Im guten Einvernehmen aller Beteiligten können die anstehenden Aufgaben jedoch einer Lösung zugeführt werden, vorausgesetzt die finanziellen Rahmenbedingungen verändern sich nicht in das negative.
 
Letztlich verbleibt mir an dieser Stelle mich bei Ihnen, sehr verehrte Mitglieder des Gemeinderates für die Arbeit des Jahres 2011 zu bedanken, gleiches gilt auch für die Arbeit der Ortschaftsräte Haslach und Ellwangen. Ich weiß, dass es nicht immer ganz einfach ist, die Beschlüsse des Gemeinderates nach außen zu vertreten. Dies gilt insbesondere für Gebührenerhöhungen, falls dies einmal notwendig ist.
 
Ausdrücklich in den Dank einschließen möchte ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde, die sich wie in den Vorjahren wiederum sehr engagiert haben. Bei der gemeinsamen Jahresabschlussfeier mit Gemeinderat, Ortschaftsrat und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde dies bereits schon zum Ausdruck gebracht.
 
Ein Dankeschön gilt sicherlich auch unseren Gewerbebetrieben in der Gemeinde. Die Wirtschaftskrise kann als bewältigt bezeichnet werden. Wir dürfen dankbar sein für die Bereitstellung von Arbeitsplätzen aber auch dankbar für Gewerbesteuereinnahmen, wenn auch die Rekordjahre derzeit nicht mehr erreicht werden.
 
Letztlich gilt auch der Dank der Bürgerschaft für das Vertrauen, das in Gemeinderat und Verwaltung gesetzt wird. Ich bin außerordentlich dankbar und froh, dass in der gebotenen Sorgfalt und Ruhe gearbeitet werden kann und dass die Bürgerschaft sehr viel Verständnis für unsere Arbeit aufbringt.
 
Wie bereits bei der gemeinsamen Jahresabschlussfeier ausgeführt, wünsche ich mir wiederum ein gutes Miteinander in Gesundheit und Frieden, damit wir wiederum gut und erfolgreich bestehen können. Es gibt nach wie vor genügend Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt und da meine ich insbesondere den Neubau eines Kinderhauses mit Kindergartenplätzen und Kinderkrippe.


zurück zur Übersicht
Seite drucken
PDF drucken
Seite verschicken
zurück nach oben