Nahwärmeversorgung Rot a. d. Rot
Im Vorjahr hat die Gemeinde ein Leitungsnetz für die Nahwärmeversorgung aufgebaut, das im Wesentlichen Grundstücke bzw. Gebäude im Ortskern abdeckt, sowie die Bereiche Turmstraße, Höhenweg, Bergstraße, Hinteres Feld und Sperlingweg.
Wärmegroßabnehmer wie das Jugendhaus St. Norbert, das Seniorenzentrum Abtsgarten oder die Ökonomieanlage sind seit Längerem am Nahwärmenetz der Gemeinde, aber auch private Grundstücksbesitzer bzw. Einfamilienhäuser sind schon an das Nahwärmenetz angeschlossen und werden weiter Zug um Zug, je nach Wunsch, angeschlossen.
Trotz gewisser Anfangsschwierigkeiten, man könnte auch „Kinderkrankheiten“ sagen, ist die Nahwärmeversorgung voll funktionsfähig. Auch über die strengen Wintermonate konnte die Nahwärmeversorgung überzeugen und auch der Brandfall beim Wärmeerzeuger brachte keine Beeinträchtigungen mit sich, außer dass derzeit die Feuerung nicht mit Hackschnitzel betrieben werden kann, sondern mit Heizöl.
Wir können heute behaupten, dass die Investitionen gerechtfertigt sind, das Wärmenetz die erwartete Leistung bringt und ein weiterer Ausbau unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen kann.
Seitens der Verwaltung, in Abstimmung mit den zuständigen Gremien, wird im Jahr 2010 ein weiterer Ausbau in den Bereichen
- Ortsstraße Im Hebsack
- Ortsstraße HAP-Grieshaber-Straße
Erfolgen, soweit ausreichend Anschlussteilnehmer gegeben sind. Eine Abfrage bei den betreffenden Grundstücksbesitzern erfolgt derzeit. Im Haushaltsplan der Gemeinde werden für diese beiden Maßnahmen rund 300.000 € bereit gestellt.
Der beabsichtigte weitere Ausbau im Hinblick auf die Anbindung des Bereichs Grundschule, Hauptschule, Kindergarten Arche Noah, Sporthalle und Festhalle erfolgt 2011. Wir wollen dieses Jahr nutzen für die entsprechenden Planungsleistungen und die Klärung der Frage, in wie weit weitere Anschlüsse, insbesondere das Baugebiet Gewendhalde, möglich bzw. notwendig sind. Dazu gehört auch die Frage der Wirtschaftlichkeit.
Die Verträge mit Nahwärmekunden schließen wir jetzt Zug um Zug ab, nachdem der Gemeinderat in letzter Sitzung die Vertragsbestandteile detailliert beschlossen hat.
Die Vertragsbedingungen können jederzeit bei der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.
Unsere Zielsetzung ist es, möglichst viele Grundstücke an das Nahwärmenetz anzuschließen, allerdings mit dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit. Der Wirtschaftsplan Nahwärme muss sich selber tragen und darf nicht vom Gemeindehaushalt subventioniert werden.
Bürgermeisteramt
